Erfunden wurden die Bausteine von den Brüdern Otto und Gustav Lilienthal, die sie zunächst auch herstellten. Der Unternehmer Friedrich Adolf Richter erwarb die Idee und ließ sie sich patentieren. Er produzierte die Bausteine ab 1882 in seiner pharmazeutischen Fabrik in Rudolstadt. Später folgte ein langwieriger Patent- und Konventionalstreit. Letzteren gewann Richter schließlich.

In der „Kunstanstalt“ in Rudolstadt entwickelten Künstler, Illustratoren und Architekten die Pläne bzw. Bauvorlagen für die Baukästen. Es entstand ein ausgeklügeltes Erweiterungs- und Ergänzungssystem, das es erlaubte, die Kästen beliebig zu kombinieren. Seit 1895 war der „Anker“ offizielles Markenzeichen, die „Anker-Steinbaukästen“ gewannen zahlreiche internationale Auszeichnungen. Nahezu 40.000 Baukästen verließen um die Jahrhundertwende pro Jahr das Werk für die gut betuchte Kundschaft aus aller Welt, von St. Petersburg bis New York. Als Richter im Jahre 1910 verstarb, gab es Niederlassungen in ganz Europa, den USA und Japan. In Österreich-Ungarn wurde das Spielzeugunternehmen F. Ad. Richter & Cie. k.u.k. Hof- und Kammerlieferant des Kaisers und der Mitglieder der kaiserlichen Familie sowie Hoflieferant weiterer europäischer Höfe. In Groß-Österreich bestand über 40 Jahre hinweg eine Fabrik in Wien. Sie befand sich in Wien Hietzing im Bereich Wenzgasse / Larochegasse und zwar am Areal des heutigen Sportplatzes und der Sporthalle 1 des Bundesgymnasiums XIII Wenzgasse.

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